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How to vorbereit a Roadtrip

05/03/2011

Hurra, es ist wieder soweit. Morgen heißt es ‚on the road again‘. Und damit ist heute Roadtripvorbereitungstag. Ein herrlicher Tag. Frisch und fröhlich springe ich morgens aus dem Bett und natürlich scheint die Sonne. Ich bin in Urlaubsstimmung und das sieht man auch. Zwar bin ich immer noch im Schlafanzug, aber jetzt muss ich erstmal den Strohhut rauskramen und auf den Kopf setzen, so will es die Tradition. Die nächsten paar Stunden laufe ich also mit meinem Hut auf dem Kopf durchs Haus und treffe Vorbereitungen. Ich wasche Wäsche, packe meinen Kulturbeutel, suche Bücher zum Mitnehmen aus, pumpe den Volleyball auf, klaue Konservendosen aus dem Keller, falte meine Boxershorts, entstaube das Campinggeschirr und suche vergeblich nach meiner Badehose. Stattdessem finde ich eine alte kaputte Sonnenbrille wieder, die ich kurzerhand mit Tesa flicke. Den Rest des Tages laufe ich also mit einem Strohhut und einer orangen Sonnenbrille durch die Gegend. Suck that, 5° Höchsttemperatur!

Sowieso bin ich schon lange nicht mehr im kalten Deutschland, sondern geistig längst in Südfrankreich und Spanien angekommen. Und da ist selbsverständlich Sommer. Auch Anfang März. Denn all den unwichtigen Kram erledige ich natürlich nur nebensächlich, während meine eigentliche Energie und Konzentration der einen entscheidenden Aufgabe gilt. Der Aufgabe, an der es hängt, auf die es ankommt, mit der so ein Roadtrip steht und fällt: der Erstellung einer Playlist.

Eine Playlist erstellen ist eine Kunst. Man muss sich ein Thema überlegen, man muss sich auf die Suche nach obskuren Songs machen, man muss diese in eine vernünftige Ordnung bringen, die Übergänge und Verknüpfung von Liedern berücksichtigt und man darf auf keinen Fall gegen die goldene Playlist-Regel verstoßen: niemals zwei Lieder vom gleichen Interpreten in Folge. Das Thema der heutigen Playlist war natürlich französische und spanische Songs und da ich eben sehr gut darin bin, Playlists zu basteln, schaffte ich es, innerhalb von 23 Songs von französischem Chanson über  nicht ganz heterosexuellen New-Wave Pop, kubanischen Salsa und spanischen Ska-Punk schließlich zu mexikanischem Death Metal zu gelangen. Schon bald hüpfte ich zu spanischen Rythmen durch die Bude, grölte Lieder mit, von denen ich kein Wort verstehe und drehte mich immer weiter in der Spirale der Urlaubsvorfreude. Um das Ganze abzurunden gab es natürlich stilecht Paella auf den Tisch. Öhm, aus dem Tiefkühlfach…

Die restlichen Vorbereitungen verliefen dann auch eigentlich reibungslos. Okay, das Auto schmierte einmal kurz ab, noch während wir dabei sind, es zu beladen und musste per Starterkabel reanimiert werden. Das wäre ja alleine nicht so schlimm, der Super-GAU folgte beim Verladen der Einkäufe: die Bierkästen lassen sich nicht stapeln und passen nicht dahin, wo sie hin sollen. Tolle Wurst, das fängt ja schon mal kacke an. Aber das soll es dann auch an Negativem sein, schließlich ist heute der Tag vor der Abreise und der ist gefälligst ein toller Tag. Denn immerhin ist alles – bis auf die 1000 Dinge die man kurz vor knapp noch einpackt – im VW-Bus verstaut und der Urlaub kann kommen. Es geht tatsächlich wieder los. Und außerdem kommt Zurück in die Zukunft im Fernsehen. Und dann habe ich ja noch meine Playlist. Zackbumm, da ist sie wieder die Urlaubsstimmung. Es geht doch nichts über mexikanischen Death Metal um den Tag abzuschließen.

P.S.: Nur falls sich jemand tatsächlich dafür interessiert. Das hier ist die fertige Playlist.

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