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Was’n los hier?

16/01/2011

Da ist man gerade noch wahnsinnig motiviert und begeistert davon, dass man sich einen kleinen neuen Blog zusammengeschustert hat, lässt sich sogar noch kluge Begründungen einfallen, warum das denn eigentlich sein muss, nimmt sich vor, das jetzt auch mal konsequent durchzuhalten, was man sich da vorgenommen hat und dann – Zackbumm! – wirft man einen Blick auf den Kalender und muss mit Erschrecken feststellen, dass wir tatsächlich schon den 136. 73. 2010 haben. Halt Moment, den haben wir ja nun nicht wirklich, da war wohl bloß mein Handy irgendwie ein kleines bisschen überfordert mit dem Prinzip des Jahreswechsels. In Wahrheit sind aber auch mal eben 3 Monate vergangen, seit dem letzten Beitrag. Wie die Zeit doch rast. Was ist passiert? Achja richtig, irgendwie hatte ich auf einmal wieder ein geregeltes Leben. Schluss mit Larifari und jeden Tag Sonntag. Vorbei die Zeit der ausgedehntesten Frühstücke, die die Welt je gesehen hat. Jetzt heißt es harte Realität, Willkommen in der Welt der Erwachsenen und Schluss mit lustig. Nicht.

Ist natürlich völliger Blödsinn. Die Realität kann mir noch einige Jahre gestohlen bleiben, jetzt wird erstmal gepflegt studiert und erwachsen werde ich sowieso nie werden. Bäh! Aber getan hat sich ja schon einiges. Neue Stadt, neue Wohnung, neuer Lebensabschnitt, neue Lebensabschnittspartnerin, neue Freunde, neue Freuden, neue Socken. Ja, die lagen fein eingepackt unter dem Weihnachtsbaum. Tja aber der ist ja nun auch schon wieder weg. Genau wie der Schnee. Alles weg. Da muss man sich doch fragen, ob man überhaupt noch am Puls der Zeit ist. Existenzängste kommen auf, Sinnfragen drängen sich ihren Weg aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche, Depressionen stellen sich ein. Oder auch nicht.

Das ist aber auch verzwickt. Da lässt man das Blogding einmal ein paar Wochen schleifen und schon verliert man jegliche Motivation. Und dann denkt man: „Wenn ich jetzt wieder anfange, was zu schreiben kann ich das doch nicht einfach so kommentarlos machen und muss erstmal erklären, warum ich so lange nichts geschrieben habe.“ Und was kommt dabei heraus? So ein Schund wie das hier. Und davon hat ja nun niemand etwas.

Dabei habe ich doch so viel erlebt in den letzten 3 Monaten. Der Auszug aus dem Hotel Mama. Die erste eigene Wohnung. Bei RTL 2 machen sie daraus ganze Doku-Soaps und ich habe nicht einmal die Energie ein paar Zeilen zu schreiben? Hätte ich doch wenigstens einen Bruchteil dieser kreativen Energie abbekommen, die bei denen in der Redaktion so konzentriert vorhanden ist, dass sie zu einem regelrechten Kreativitäts-Overkill führen müsste. Wo war ich doch gleich? Achso, bei mir. Wie überraschend. Habe ich schon erwähnt, dass ich Skifahren gelernt habe. Nein? Hab ich aber. Und was ich noch alles gelernt habe. Zum Beispiel, was Pastelltöne sind. Oder dass man sich die Zeit auch damit vertreiben kann, 90minütige Diskussionen darüber zu führen, ob Straßenschilder eigentlich Literatur sind, nur um am Ende zu dem Ergebnis zu kommen, dass es kein eindeutiges Ergebnis gibt. Da sag noch mal jemand, man lernt nichts in den deutschen Unis. Überhaupt. Uni ist ja schon super. Wie Schule halt, bloß ohne dieses lästige Aufstehen mitten in der Nacht. Und wie schön ist es bitte, endlich wieder so wie in der Schule lästern zu können? Achja, man fühlt sich doch gleich 2o Jahre jünger.

Ich könnte ja unendlich so weiter machen und von meinen aufregenden Erlebnissen berichten. Dramatisch war es und voll von Abenteuer. Große Gefühle und noch größere Taten. Ich kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dem Tod mehrfach ins Auge geblickt zu haben. Ja, sogar in Ostdeutschland war ich. Irgendwas rät mir aber auch davon ab und sagt: Lass mal lassen. Eigentlich ist das hier ja sowieso nur meine ganz persönliche und eventuell etwas ausschweifende Art zu sagen: „Bin wieder da. Geht weiter hier.“ In diesem Sinne verliere ich jetzt nur noch ganz wenige unnötige Worte. Diesmal bleibe ich dran. Alleine schon um mir einen weiteren Eintrag wie diesen hier zu ersparen, das hält man ja im Kopf nicht aus. Das wars. Auf Bald. Rock’n Roll.

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